Rechner stellen alle Daten und Anweisungen - ob numerisch oder textuell, einfach oder zusammengesetzt - als Folgen elektrisch messbarer Zweierzustände (Bits) dar. Bitfolgen sind nichts anderes als Sequenzen hoher oder niedriger elektrischer Spannungszustände. Eine hohe Spannung wird in der Regel mit 0, eine niedrige Spannung mit 1 dargestellt. Bitfolgen fasst man der Übersichtlichkeit halber meist zu Bytes zusammen. Ein Byte besteht aus 8 Bits, zum Beispiel aus den Bits 01010000.
Eine Bitfolge kann man erst dann deuten, wenn man Ihr eine Interpretationsregel zuordnet. Am naheliegendsten ist es, Bitfolgen als Dualzahlen zu interpretieren. Die siebenstellige Bitfolge 1010000 bedeutet zum Beispiel dasselbe wie die Dezimalzahl 80. Während 80 als Addition von 100×0 und 101×8 interpretiert wird, entsteht 1010000 von rechts aus gezählt wie folgt: 20×0 + 21×0 + 22×0 + 23×0 + 24×1 + 25×0 + 26×1 = 16 + 64. Der Unterschied zwischen der Interpretation der Dezimalzahl 80 und der Interpretation der Dualzahl 1010000 besteht lediglich in der unterschiedlichen Basis (10 bzw. 2). Im Gegensatz zu einer Dezimalzahl aus den zehn Ziffern von 0 bis 9 lässt sich jede Ziffer 0 oder 1 einer Dualzahl auf einen Zweierzustand eines elektronischen Schaltkreises abbilden.
Wird die gleiche Bitfolge 1010000 nicht als Dualzahl, sondern unter dem sogenannten ASCII-Code interpretiert, so bedeutet sie P. Der ASCII-Code (engl. American Standard Code for Information Interchange) bildet eine Teilmenge unseres Alphabets (Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen wie * oder +) auf sieben- oder achtstellige Bitfolgen ab.
Nicht nur Daten, sondern auch ihre Operationen müssen interpretiert werden. + wird zum Beispiel in einigen Programmiersprachen je nach den beteiligten Speicherinhalten (den Operanden) unterschiedlich ausgeführt. Steht + zwischern zwei Zahlen, so wird es als Additionszeichen interpretiert (1 + 1 = 2). Liegt es hingegen zwischen Zeichenketten, so hängt es diese zusammen ( Apfel + saft = Apfelsaft).
Um die Interpretation von Bitfolgen zu erleichtern, ordnet der Programmierer Speicherplätzen - vor allem Variablen und benannten Konstanten - Datentypen zu. Ein Datentyp legt den Wertebereich und die Operationen eines Speicherinhalts fest. Variablen des Datentyps Gleitkommazahl (engl. double) erlauben zum Beispiel die Gleitkommaoperationen, welche die jeweilige Programmiersprache zulässt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die in VBA definierten einfachen und zusammengesetzten Datentypen. Oft kommt man mit den gelb markierten Datentypen Integer, Double, Boolean und String aus.

Hauptgrund für Datentypen ist die Interpretation von Bitfolgen, das heisst die Zuordnung von Speicherobjekten zu Klassen, welche die Deutung der Speicherinhalte und der erlaubten Operationen erleichtern. Mehr über die Vorteile von Datentypen und ihre Syntax in der Programmiersprache Visual Basic erfahren Sie unter Objekte vereinbaren.